Deutschförderklassen sind richtiger Schritt!

Ab dem kommenden Schuljahr werden Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen ab dem Volksschulalter verpflichtend in eigenen Förderklassen unterrichtet. Diese Regelung hat Bildungsminister Heinz Faßmann am Montag öffentlich präsentiert.

 

„Zu lange hat Österreichs Bildungspolitik das Problem der fehlenden sprachlichen Integration an unseren Schulen ignoriert. Mit Bildungsminister Faßmann beginnt nun eine neue Ära, in der nicht weg-, sondern auf die Probleme im Bildungsbereich hingeschaut wird und gleichzeitig auch praktikable Lösungen umgesetzt werden“, zeigen sich der Tiroler NR-Abgeordnete Dominik Schrott und ÖAAB-AHS-Bundesobmann Matthias Hofer, der selbst im BRG Imst im Tiroler Oberland unterrichtet, über die gestrige Präsentation der Deutschförderklassen sehr erfreut.

 

 

„Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg, daher sind die Deutschförderklassen ein Schritt in die richtige Richtung. Und sie sind ein Signal an alle im Bildungswesen Tätigen, dass es die Bundesregierung mit der versprochenen Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer ernst meint.“

NR Dominik Schrott und Matthias Hofer

 

Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann erfüllt mit seiner gestrigen Erklärung die in ihn gesetzten Erwartungen. Sein Auftreten zeugt nicht nur von großer fachlicher Expertise, sondern vor allem auch von einer guten Kenntnis der schulischen Realität. Demnach sollen Schüler mit Deutschförderbedarf gemeinsam mit der gesamten Klasse in Fächern wie Turnen, Musik oder Werken unterrichtet werden. Dieses gemeinsame Lernen in etwa einem Drittel der Schulwoche dient der sozialen Integration. In den restlichen zwei Dritteln der Unterrichtszeit soll möglichst rasch durch gezielten Förderunterricht das Sprachniveau so weit gehoben werden, dass ein Mitkommen im Regelunterricht möglich ist.