Grundwehrdienst muss attraktiver werden!

ÖVP-Rekrutensprecher NR Dominik Schrott spricht sich klar gegen eine Verlängerung des Wehrdienstes von sechs auf sieben Monate aus. Stattdessen müsse es mehr Anreize und Informationen geben, sich freiwillig länger in der Miliz zu verpflichten.

 

„In der Wahrnehmung von Rekruten kann aus dem Grundwehrdienst kein ausreichender persönlicher Nutzen für ihr späteres Leben gezogen werden. Aus diesem Grund besteht auch zu wenig Anreiz und Motivation für eine längere freiwillige Verpflichtung in der Miliz“, meint ÖVP-Rekrutensprecher Dominik Schrott. Statt über eine Verlängerung des allgemeinen Wehrdienstes zu diskutieren, sei es deshalb notwendiger, dringende Maßnahmen zur Attraktiveren des Bundesheeres für mehr Freiwillige umzusetzen.

 

Dazu müsse zunächst die Ausbildung im Grundwehrdienst noch stärker zweck- und erlebnisorientiert gestaltet werden. „Rekruten sollten ihre Eignungen und Fähigkeiten besser in ihre Ausbildung einbringen können. Damit der Wehrdienst nicht als Belastung sondern als persönliche Bereicherung des Einzelnen empfunden wird“, so Schrott. Zudem zeigen Befragungen von Grundwehrdienern deutlich, dass diese unzureichend über Möglichkeiten, Chancen und Karrierewege in der Miliz informiert sind. „Das alles sind aber Grundvoraussetzungen dafür, dass die Zahl an freiwilligen Verpflichtungen zum Dienst in der Miliz erhöht werden“, so NR Dominik Schrott.

 

Eine Verlängerung des Grundwehrdienstes entspreche weder den geänderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen noch den aktuellen gesellschaftlichen Erwartungen. Demnach war die Entscheidung zu einer Verkürzung des Grundwehrdienstes des früheren Verteidigungsministers Günther Platter auf Basis der Empfehlungen der Bundesheer-Reformkommission notwendig und richtig. Die Grundwehrdienst-Ausbildung insgesamt wurde gestrafft, wodurch ein „wertvoller Zeitgewinn“ für die jungen Menschen, ihre Familien sowie für ihre Arbeitgeber einhergegangen ist, so NR Schrott abschließend.