Brief an TGKK Obmann Werner Salzburger

Sehr geehrter Herr Obmann,

lieber Werner!

 

Wir sind uns wohl alle darin einig, dass wir dringend Reformen benötigen, damit unser Gesundheits- und Sozialversicherungssystem auch weiterhin bestmöglich funktioniert. Im Mittelpunkt unserer gemeinsamen Bemühungen stehen die Menschen, die alle gleiche und vor allem beste Qualität im Gesundheitssystem vorfinden sollen. Dieser Diskussion, und hierauf zielte auch mein Kommentar in der Tiroler Tageszeitung ab, dürfen wir uns nicht verschließen.

 

Ich kenne und schätze die Tiroler Gebietskrankenkasse als modernen, leistungsfähigen und bürgernahen Sozialversicherungsträger. So wie auch die TGKK selbst bemüht ist, Verwaltungsaufgaben effektiv zu gestalten, so müssen wir auch österreichweit alles dafür tun, um gut funktionierende Strukturen noch besser zu nutzen, Leistungen zu verbessern und Leistungsunterschiede zu beseitigen.

 

In dem von dir angesprochenen Zeitungsartikel habe ich deshalb – nicht aufgrund von vorauseilendem Gehorsam, sondern aus tiefster Überzeugung – darauf hingewiesen, dass ich es als schlicht ungerecht empfinde, wenn für schon jetzt eingehobene, gleiche Beiträge den Menschen unterschiedliche Leistungen zur Verfügung stehen. Es geht also um die zentrale Herausforderung, das Prinzip „gleicher Beitrag – gleiche Leistung“ umzusetzen. Schließlich zahlen wir österreichweit die gleichen Sozialversicherungsbeiträge und sollten dementsprechend auch Anspruch auf die gleichen Leistungen haben.

 

Das vorhandene System soll also verbessert werden, indem Doppel- und Mehrgleisigkeiten verhindert und Einsparungs- sowie Optimierungspotenziale besser genutzt werden können. In diesem Zusammenhang werde ich mich als Tiroler Abgeordneter selbstverständlich auch dafür einsetzen, dass auch weiterhin länderspezifische Versorgungsinteressen durch eine partizipative Selbstverwaltung berücksichtigt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

NR Dominik Schrott